Estée Lauder und Puig beenden Gespräche über einen Zusammenschluss
Der erhoffte Mega-Deal platzt: Estée Lauder und Puig haben ihre Fusionsgespräche ohne Einigung beendet. Estée Lauder setzt nun ganz auf den eigenen Umbau.

Aus dem möglicherweise größten Zusammenschluss der jüngeren Kosmetikgeschichte wird vorerst nichts. Am 21. Mai 2026 teilten die Estée Lauder Companies und der spanische Konzern Puig in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass sie ihre Gespräche über eine mögliche Unternehmensverbindung ohne Ergebnis beendet haben. Beide Häuser hatten erst im März 2026 öffentlich gemacht, dass sie Wege zu einer Kombination ihrer Geschäfte ausloten.
Ein Zusammengehen hätte den nach Branchenschätzungen drittgrößten Kosmetikkonzern der Welt geschaffen, mit einem Wert in der Größenordnung von rund 35 Milliarden Euro. Die Märkte reagierten unmittelbar: Die Aktie von Estée Lauder legte im vorbörslichen Handel um mehr als zehn Prozent zu, während die Puig-Aktie um über vierzehn Prozent nachgab.
Estée Lauder konzentriert sich auf den eigenen Umbau
Estée Lauder begründete den Schritt mit dem Vorrang der eigenständigen, mehrjährigen Transformation gegenüber einer großen Übernahme. Der Konzern bleibt nach eigener Darstellung voll auf seine Sanierungsstrategie Beauty Reimagined fokussiert, die auf hochwertige Neueinführungen, eine straffere Lieferkette und verbesserte Margen setzt. Das Duftgeschäft gilt dabei als wichtiger Wachstumstreiber.
Für die Duftbranche bedeutet das Aus der Verhandlungen, dass die Eigentümerstruktur zweier prägender Akteure unverändert bleibt. Sowohl Estée Lauder als auch Puig zählen mit ihren Marken weiterhin zu den größten Anbietern im Prestige- und Nischensegment und verfolgen ihre Wachstumspläne nun getrennt voneinander.
